Ordensausbildung

Erstprofess von einer Schwester die einer anderen Schwester gegenüber steht und sich an den Händen halten.
Zwei Schwestern sehen sich gemeinsam Briefe an.


Eine Frau kommt mit uns in Kontakt und dann merkt sie auf einmal: Das könnte was für mich sein. Manchmal ist es auch andersherum: Eine Frau interessiert sich für das Ordensleben und sucht noch die richtige Gemeinschaft.

Wie auch immer! Zuerst gibt es ein gegenseitiges Kennenlernen, Besuche im Kloster, vielleicht auch Besuche zu Hause bei der Interessentin.

Kandidatur und Postulat: Der Eintritt

Wenn dann die Entscheidung gefallen ist, auf beiden Seiten, beginnt die Zeit der sogenannten Kandidatur. In dieser Zeit lebt die Frau ihr normales Leben weiter und wohnt noch nicht bei uns. Irgendwann beginnt dann das Postulat, die Frau „fordert“ (so die Übersetzung des lateinischen Wortes „postulare“), das Ordensleben kennen zu lernen und zieht ins Kloster ein, „Eintritt“ nennt man das meist.

Das Noviziat: Leben auf Probe

Nach einem halben bis zwei Jahren beginnt sie das „Noviziat“, sie wird eine Novizin (wieder Latein!), eine „Neue“. Noch hat sie keine Gelübde abgelegt, noch kann sie jeden Tag gehen, aber sie lebt schon einmal „auf Probe“ so, als habe sie Gelübde abgelegt. Auch schon vorher, aber vor allem in dieser Zeit, gibt es ein Ausbildungsprogramm, das ins Ordensleben einführt und das die Zielsetzung hat, die Novizin mit den Zielen und der Geschichte der Gemeinschaft vertraut zu machen. Ihr werden konkrete Hilfen gegeben, schrittweise in das Ordensleben hineinzuwachsen und ihre Entscheidung für diesen Lebensweg zu klären. Nach zwei Jahren kann sie die ersten, zeitlich begrenzten Gelübde ablegen.

Die Gelübde: Bindung an die Gemeinschaft

Nach einer weiteren Anzahl von Jahren, die variiert, bindet sie sich dann endgültig an die Gemeinschaft – und die Gemeinschaft bindet sich endgültig an sie.

Mehrere Personen bei einer Erstprofess in der Kapelle vom Antoniuskloster stehen vor derm mit einem geöffneten Buch.