Meine Projektwoche als „lebendiges Exponat“

Anlässlich des 800. Todestags des heiligen Franziskus zeigt das Dommuseum in Salzburg von Mai bis November die Sonderausstellung „LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi“. Das Besondere ist dabei die Kooperation franziskanischer Gemeinschaften unter der Führung der Fachstelle für franziskanische Forschung und dem Dommuseum Salzburg. Es werden nicht nur historische Kunstwerke gezeigt, sondern Brüder und Schwestern aus unterschiedlichsten franziskanischen Gemeinschaften sind abwechselnd vor Ort und stehen für Gespräche zur Verfügung. Dabei können Besucherinnen und Besucher alle Fragen stellen, die sie bewegen – sei es zur Ausstellung, zum Wirken des heiligen Franziskus oder zum heutigen franziskanischen Leben.

Vom 24. bis zum 29. Juni durfte ich selbst Teil dieses Projektes sein. Gewohnt habe ich während dieser Zeit im Franziskanerkloster, nur wenige Meter vom Museum entfernt. Die Reaktionen der Menschen im Museum haben mich manches Mal berührt. Oft reichte ein kleines Lächeln oder ein einfaches „Grüß Gott“, um das Eis zu brechen. So manche Museumsbesuchende nutzten die Gelegenheit, um mitten im Ausstellungsrundgang innezuhalten. Unsere Gespräche drehten sich dann nicht nur um die historischen Ausstellungsstücke. Viel häufiger ging es um existenzielle Lebensfragen, die Sehnsucht nach Frieden oder die Frage, wie franziskanische Werte in unserer modernen, oft unruhigen Welt Platz finden können.

Für mich hat das Projekt „LebensKunst“ eindrucksvoll gezeigt, wie eine Ausstellung eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart schlagen kann. Ich bin dankbar für die zahlreichen Begegnungen, auch wenn die vielen englischsprachigen Besucher und Besucherinnen eine sprachliche Herausforderung für mich darstellten. Die Sonderausstellung im DomQuartier Salzburg lädt noch bis zum 2. November dazu ein, unserer franziskanischen Lebenswelt auf ganz persönliche Weise zu begegnen. Mitte September wird auch unsere Schwester Katharina vor Ort sein und u.a. am 11. September um 16.00 Uhr einen Vortrag im Domquartier halten.

Schwester Maria Magdalena