Ferien im eigenen Kloster

Nun ist bereits die dritte und letzte „Ferienwoche ohne Kofferpacken“ der Schwestern angebrochen. Ferien im eigenen Kloster, in den eigenen vier Wänden – wie kann das gehen? Kann man sich da wirklich erholen? Wie sieht denn da so ein Programm aus?

Uns tat es gut, das Stundengebet am Morgen und am Abend nicht in Gemeinschaft zu beten. Jede Schwester konnte sich mehr Zeit nehmen für das Gebet, es im eigenen Rhythmus beten oder bei den Lieblingspsalmen länger verweilen.

Am Nachmittag wurde der Alltag durch viele nette Aktionen unterbrochen, die zum Teil von den Mitarbeiterinnen gestaltet wurden.

Dank des Vereins „Bürger für Bürger“ konnten die Schwestern in der zweiten Ferienwoche einen Ausflug ins Grüne machen.
Alle winkten froh, als sie abfuhren, und auch, als sie wiederkamen. Erfreut riefen sie:

  • War das schön, mal wieder den Wind um die Nase zu spüren!
  • Wir sind sogar in der Pfarrkirche gewesen, haben miteinander gesungen und gebetet.
  • Einfach nur schön!

Auch der Café-Besuch im Reitstall der Burg Vischering in direkter Nachbarschaft war ein echter Höhepunkt. Dank der fleißigen Rollstuhlschieberinnen konnten viele Schwestern den Ausflug und den leckeren Kuchen genießen.

„Das hat gutgetan, all die alten Volkslieder zum Klingen zu bringen. Ja, und ich konnte noch ganz viele Strophen auswendig mitsingen!“, jubelten meine über 90-jährigen Mitschwestern.

Janosch, der Schriftsteller des Kinderbuchs „Oh, wie schön ist Panama“, hat schon recht mit seiner Aussage in der Frankfurter Rundschau: „Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst.“

Sr. Susann