Ehrfurcht
vor einer
starken Frau
3. August 2026

Yayoi Kusama in Köln
im Museum Ludwig
Die Kleine im strengen japanischen Elternhaus
sieht Punke überall in ihrem Zimmer
Halluzinationen
Yayoi malt sie aus sich heraus
Bilder wie scheinbar viele sie schonmal kritzeln
sie aber bleibt dran, bleibt sich treu
und ihrem Traum, ihre Kunst zu zeigen
Kunst, die Therapie ist und Meditation
Freiraum und Berufung
Überzeugung und Schönheit
nichts lässt die junge Frau unversucht
ihre Bilder unterm Arm macht sie Kariere
in den USA und zuhause in Japan, weltweit
ihre Punkte werden Friedenszeichen
sie näht, was ihr Angst macht
sie malt, was sie krank macht und was sie heilt
Pflanzen wie in der heimischen Gärtnerei
sie malt irre Dinge, um dem Frieden zu dienen
sie ist so vernünftig
50 Jahre in einer Psychiatrie zu wohnen
eine der größten Gegenwarts-Künstlerinnen
heute ist sie 97
Und so schön ihre Kunst ist
ihre Lebenskunst rührt mich zu Tränen
DANKE, YAYOI, FÜR DEIN LEBENZEUGNIS!
Schwester Katharina Kluitmann


